Alltag

Januar 23, 2007

So langsam wird es aber wirklich Zeit, dass ich mal wieder was von mir hoeren lasse, wobei es eigentlich keine grossen Neigkeiten zu berichten gibt.

Die Diskussionen ueber den Anschlag der ETA auf den Flughafen sind so langsam auch wieder abgeflacht und alles geht seinen gewohnten Gang. Ich weiss nicht, wie viel ihr ueberhaupt davon mitbekommen habt. In einem der Parkhaeuser des Flughafen Barajas explodierte am 31.12 eine Autobombe der ETA. Die Detonation war so stark, dass alle Stockwerke eingestuerzt sind und ausser Schutt und Asche nichts mehr uebrig geblieben ist. Zum Glueck sind nur 2 Menschen dabei ums Leben gekommen (natuerlich trotzdem 2 zu viel), aber der Schaden, der angerichtet wurde, ist wirklich unglaublich, hier gingen die Bilder tagelang durch die Presse.

Im Bezug auf das Wetter kan ich mich hier wirklich nicht beschweren. Waehrend in Deutschland der Sturm wuetet, kann ich hier in der Sonne 25 Grad, bei blauem Himmel geniessen. Wobei die Gipfel der Sierra jetzt deutlich mit Schnee bedeckt sind.

Am letzten Wochenende hab ich Aranjuez mit seinem beeindruckenden Schloss besichtigt. Wirklich ein schoener Wechsel, aus der mega Metropole mal wieder in ein kleineres Staedchen zu kommen.

 Allen Kaufsuechtigen unter euch kann ich nur empfehlen den naechsten Billigflug nach Madrid zu buchen und dann hier auf Schnaeppchenjagt zu gehen. Seit der ersten Januarwoche haben hier naemlich die „rebajas“ angefangen, sozusagen der Winterschlussverkauf. Allerdings ist der deutsche Winterschlussverkauf mit den rebajas nicht zu vergleichen. Noch bis zum 1. Maerz, also ganze 2 Monate lang, schmeissen die Geschaeffte alle Waren raus und zwar so richtig: es ist keine Seltenheit, wenn in einem Laden alles komplett um 50% reduziert ist, bestimmte Artikel auch um 70%. Spaetestens dann werde natuerlich auch ich schwach und so verbringe ich meine taegliche freie Stunde nach dem Unterricht in den diversen Einkaufsstrassen um mit meinen Maedels auf Schnaeppchenjagt zu gehen.

Ich hoffe es geht euch alles gut!!

Eure Sarah

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Los Reyes

Januar 9, 2007

Am 6. Januar so gegen 11 Uhr bin ich nach meinem schoenen Urlaub wieder zurueck in die Familie gekehrt. Da Lucas brav fuer die Heiligen Drei Koenige Gebaeck und fuer die Kamele Wasser an die Tuer gestellt hatte, waren die Koenige, als ich kam, bereits da gewesen und Lucas und sein Bruder beschaefftigten sich im Schlafanzug mit den Geschenken. Um halb sieben morgens hatte er die ganze Familie aus dem Bett geschmissen und es ging an die Geschenke und den typischen razcon (Kuchen mit einer Figur eingebacken). Danach ging der groesste Teil der Familie nochmal ins Bett und der Rest hat sich mit seinen Geschenken beschaefftigt. Zum Mittagessen kam dann die Oma und um 18 Uhr trudelte die gesamte Familie ein. Meine Gastmutter hat 6 Geschwister und sie kamen alle mit ihren Familien, wobei man dazu sagen muss, dass alleine eine der Schwestern 7 Kinder hat. Somit war das Haus mit an die 40 Personen wirklich rappelvoll und ueberall wimmelte es von Kindern und Erwachsenen die sich um den Hals fielen. Am Anfang fuehlte ich mich etwas mulmig aber nach einem Glas Sekt waren die ersten Unsicherheiten vergessen und ich redete fleissig mit. Es gab dann 13 Liter heisse Schokolade (eine ganz spezielle, sehr dickfluessig, fast wie Pudding, die man auch zu Churros drinkt) und mindestens 8 oder 10 von denn typischen Kuchen mit den Figuren eingebacken von denen sogar eine in meinem Stueck war. Dann wurden noch Filme gezeigt vom letzten Grossurlaub aller Familien zusammen und die Stimmung war wirklich super. Schliesslich wurden dann Stuhlreihen fuer die Kinder aufgebaut und zwei der Onkel erschienen als Koenige verkleidet. Nach einer kurzen Ansprache riefen sie dann immer eines der Kinder auf, das dann nach Vorne kommen durfte und einen beso und sein Geschenk bekam, der Rest hat fleissig applaudiert und es war wilrklich suess, das alles zu erleben. Und ploetzlich hoerte ich dann einen der Koenige meinen Namen rufen, ich dachte erst, ich hatte mich verhoert oder eines der Kinder heisst Sara, doch es war tatsaechlich ich gemein. Und so bekam ich dann auch unter Applaus und hoch rotem Kopf ein Kuesschen vom Koenig und ein Geschenk…ich hab mich total gefreut, vor allem, weil ich voellig ueberrascht war und nie damit gerechnet haette.

Die Spanische Tradition, dass die Heiligen Drei Koenige die Geschenke bringen hat also auch einiges fuer sich und ich koennte mich daran gewoehnen, wobei die Kombination Geschenke an Weihnacahten und dann nochmal von den Koenigen, so wie ich es dieses Jahr erleben durfte, natuerlich auch nicht schlecht ist. Nur von dem Kuchen hab ich jetzt erstmal genug. Ich durfte naemlich gleich dreimal an einem Tag mehr als genug davon essen. Zuerst frueh morgens mit meiner Familie vor ihrer Abfahrt, dann in meiner Gastfamilie beim zweiten Fruehstueck und schliesslich nochmal abends mit allen Verwandten.


Ein wunderschoener Urlaub

Januar 7, 2007

Die zwei letzten Wochen vergingen wie im Flug und kaum war ich aus Madrid weg, bin jetzt auch schon wieder zurueck. Aber trotzdem hab ich so einiges erlebt und die Zeit bestmoeglich genutzt.

Ich hab die zwei Wochen mit meiner „richtigen“ Familie in einem Ferienhaus in Miraflores verbracht. Das Doerfchen liegt ca. 50 min Autofahrt von Madrid weg in der Sierra und ist wirklich total suess. Wir hatten ein super schoenes freistehendes Haus mit grossem Garten und Pool, den wir dann aber aufgrund der Temperaturen doch eher weniger genutzt haben. In den ersten Tagen lag sogar ein bisschen Schnee, nach eingen Jahren hatte ich also zum erstenmal wieder weisse Weihnachten und das in Spanien. Ansonsten war es immer wundervoll sonnig mit blauem Himmel und Temperaturen bis um die 15 Grad.

Da wir mit dem Auto (meine Familie  hat eine 20 Stundentour durch ganz Frankreich und halb Spanien auf sich genommen) sehr flexibel waren haben wir dann ausser Madrid auch noch die ganzen Staedte der Umgebung erobert: Toledo, Segovia, Avila, Alcala de Henares….viele davon zaehlen zum Weltkulturerbe und sind wirklich wunderschoene kleine Staedtchen mit Stadtmauern, Burgen, tollen Kirchen, niedlichen Gassen…wirklich total suess. Ausserdem haben wir die schoene Landschaft und die schneebedeckten Berge um Madrid unsicher gemacht und ein Besuch beim koeniglichen Lustschloss durfte natuerlich auch nicht fehlen. Die Vorzuege Madrids als Shoppigstadt wurden auch ausgiebig genutzt und zum grossen Paella und Tapasessen waren wir alle bei meiner Gastfamilie eingeladen, ein wirklich schoener Abend.

Weihnachten und Silvester im Kreis der Familie war auch sehr schoen und besinnlich, ich war sogar wie in Spanien ueblich am 24. um 0:00 Uhr im Gottesdienst. Trotzdem war natuerlich alles ziemlich anders, ohne Weihnachtsbaum usw. An Silvester haben wir dann wie alle Spanier die beruehmte Uhr im Fernsehen schlagen gesehen und fleissig Trauben heruntergewuergt. Die grosse Parade beim Einzug der Heiligen Drei Koenige mit unzaehligen Umzugswaegen und Suessigkeiten, die geworfen wurden, haben wir natuerlich auch verfolgt.

Und dann waren die beiden Wochen leider auch schon wieder rum und meine Familie hat sich mit vollgepacktem Auto ( mehr als die Haelfte meiner Sachen hab ich ihnen schon mitgegeben, da mein Gepaeck im Maerz ja nur 20 kg wiegen darf und meine „Shoppingsucht“ hier doch leicht erschreckende Ausmasse angenommen hat) wieder auf den Weg Richtung Berghausen gemacht.


Feliz Navidad!!!

Dezember 23, 2006

Die naechsten 2 Wochen werde ich mit meiner Familie in einem Ferienhaus in den Bergen vor Madrid verbringen. Ich freu mich schon riesig sieendlich alle wieder zusehen.

Euch wuensche ich allen ein wunderschoenes Weihnachtsfest und alles nur erdenklich Gute fuer das Jahr 2007. Feiert schoen und geniesst die Zeit!!

Alles Liebe aus Madrid Sarah 


Noche Vieja – Silvester

Dezember 21, 2006

Wie Weihnachten feiert man auch Silvester hier etwas anders als man es in Deutschland gewoehnt ist. Bis um 12 feiert man traditionell mit der Familie und erst danach geht es dann auf die ganzen Parties und die Nacht wird durch gefeiert.

Das ganz besondere Ereignis am spanischen Sylvester sind die 12 Schlaege der alten Uhr an der Puerta del Sol hier in Madrid. Deshalb versammeln sich tausende Menschen auf dem Platz davor und das ganze wird auch live im Fernsehn uebertragen. Alle Spanier sitzen dann vor den Bildschirmen und lauschen noch einmal den Instruktionen der Kommentatoren, bis es dann los geht. Zu jedem Schlag der Uhr muss eine Traube geschluckt werden. Jeder der 12 Schlaege symbolisiert einen Monat des kommenden Jahres. Jede geschluckte Traube bedeutet dann besonderes Glueck fuer den jeweiligen Monat. Die Schlaege der Uhr sind aber wohl so schnell, dass es nahe zu unmoeglich ist mitzukommen und die meisten spaetestens beim 8. Schlag mit dem Mund voller Traubn aufgeben. Ich werde euch dann berichten wie weit ich es geschafft hab. Mittlerweile gibt es sogar speziellle „Glueckstrauben“ zu kaufen, diese sind dann besonders klein und ohne Kerne. Zurueck geht diese Tradition aber auf einen grossen Traubenueberschuss im Jahr 1909 und eine gute Marketingstrategie der damaligen Traubenverkaeufer, die sich bis heute bewaehrt. Mittlerweile ist dieser Brauch ueberhaupt nicht mehr weg zudenken und ein grosses Ereignis fuer die ganze Familie.

Ich wuensche euch allen ein super schoenes Silvester (lasst die Sau raus) und ganz viel Glueck und alles nur erdenklich Gute fuers neue Jahr.

Eure Sarah


La lotería

Dezember 19, 2006

Eine ganz grosse Tradiotion hat in Spanien die beruehmte Weihnachtslotterie. Seit Wochen kann man so gut wie ueberall Lottoscheine kaufen und die Schlangen vor den Annahmestellen werden von Tag zu Tag laenger. Doch nur noch bis Freitag den 22.12  da werden naemlich dann die Gewinner ermittelt. Wie die Lotterie im Detail funktioniert hab ich immer noch nicht harausfinden koennen, aber ich werd mal versuchen euch das Ganze grob zu erklaeren.

Also, am Freitag werden den ganzen Tag Nummern von Lottoscheinen und ein dazugehoeriger Gewinn von 2 Jungs, die die Nummern singend bekannt geben, gezogen. Diese Ziehungen sind fuer sie Spanier so wichtig, dass wir uns die ganze Prozedur in der Sprachschule, statt Unterricht, im Fernsehen ansehen werden. Jede Nummer gibt es so um die tausend mal. Das bedeutet, dass bei jeder gezogenen Nummer 1000 Leute gewonnen haben (ausser einer hat mehrere Scheine einer Nummer gekauft). Es gibt viele Gewinne um die 1000 Euro und dann noch 5 groessere. Der absolute Hauptgewinn „el gordo“ (der Fette) sind  300 000 Euro. Der Gewinn wird jedoch nicht immer durch alle Gewinner geteilt, sondern immer nur durch 10. Das bedeutet, wenn seine Nummer fuer 1000 Euro gezogen wurde bekommt man, wenn man einen Schein fuer die Nummer hat, 100 Euro. Beim gordo sind das immerhin 30 000 Euro. Kaufen kann man die Lottoscheine nahezu ueberall. Viele Vereine und Kirchen verkaufen Lottoscheine. Dann oft fuer 5 Euro, wobei der eigentliche Schein dann nur 4 Euro kostet und einer an den jeweiligen Verein oder an die jeweilige Kirche geht. Oft sind es auch ganze Betriebe die sich eine Nummer kaufen und die dann unter allen Angestellten verkaufen. Daher dass es eine Nummer um die tausend mal gibt und die meisten einen Schein bei der fuer sie am naechsten gelegenen Stelle kaufen, konzentrieren sich die Gewinne meist immer auf ein bestimmtes Dorf oder eine bestimmte Region, in der es dann beim gordo um die tausend Gewinner gibt, die alle 30 000 Euro gewonnen haben. Die Gewinne sind zwar nicht so hoch, aber die Chancen zu gewinnen sind dafuer relativ hoch. 

Grundsaetzlich sind die Spanier ziemlich Gluecksspiel verrueckt und es gibtLeute, die immer an den Metrohaltestellen stehen und sich ihren Lebensunterhalt nur duch das Verkaufen von irgendwelchen Lotteriescheinen verdienen. Die Weihnachtslotterie ist aber mit Abstand die groesste und bekannteste.

Mit meinem bescheidenen Aupairgehalt kann ich es mir zwar nicht leisten an der Weihnachtslotterie teil zunehmen, ihr muesst am Freitag aber trotzdem die Daumen druecken, dass der gordo auf Madrid faellt, dann gehts hier bestimmt richtig ab und die Madrilenen sind dann nicht mehr zu bremsen.

Euch allen viel Glueck, fuer was auch immer ihr es braucht!!!

Eure Sarah


Navidad – Weihnachten in Madrid

Dezember 17, 2006

Wie Alex und Coco schon berichtet haben, muss ich ebenfalls sagen, dass die Weihnachtsdeko auch hier in Spanien an die Schmerzgrenzen stoesst. In der Innenstadt leuchtet wirklich alles worann irgendwie eine Lichterkette oder aehnliches angebracht werden kann. Ueber den Strassen laeuchten alle paar Meter rote Blumen, goldene Kerzen oder irgendwelche undefinierbaren Objekte. Das grosse Einkaufszentrum bei mir um die Ecke strahlt in verschiedenen Blautoenen. Der ganz grosse Knueller sind hier ca. 8-10m hohe kegelfoermige Metallgestelle, die mit bunten Lichterketten umwickelt sind. Manchesmal formen die Lichterketten dann noch irgendwelche Figuren oder Schriftzuege.

Auf der Plaza Mayor gibt es auch einen Weihnachtsmarkt. Als ich das erste mal davon  gehoert hab, bin ich voller Vorfreude auf Gluehwein und Co. los gezogen. Doch meine Erwartungen wurden bitter enttaeuscht. Dem Weihnachtsmark hier fehlt alles, was einen richtigen Weihnachtsmarkt ausmacht. Es gibt keine Gluehweinstaende, keine Fressbuden, keinen Schmuck, keine Kerzen, keine Tuecher…zu kaufen. Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, was es dort dann ueberhaupt gibt. Also eigentlich gibt es nur drei Arten von Staenden: Weihnachtsdeko, Krippenzubehoer oder Scherzartikel.

Scherzartikel???Was haben die bitte auf einem Weihnachtsmarkt verloren…das hat bei mir auch etwas gedauert, bis ich verstanden habe, warum nahe des Weihnachtsmarkt die Menschen mit Scherzbrillen, Peruecken, in allen nur vorstellbar kresslichen Farben, Horrormasken, kuenstlichen Wimpern und einfach super peinlich rumlaufen. Das Ganze liegt am 28.Dezember, dem „dia de los Inocentes“, dem spanischen 1. April, an dem man fleissig Scherze macht und allen moeglichen Schabernak treibt.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielen beim spanischen Weinhachten die Krippen. So gut wie jede Familie und jede Kirche hat eine. Nur ist das nicht so ein suesser kleiner Stall mit Ochs und Esel, sonder hier gehoert einiges mehr dazu. Da werden ganze Landschaften, mit Seen, elektrischgesteuerten Windraedern, Wasserfaellen usw. aufgebaut. Im Rathaus kann die groesste (ueber 11m lang) Krippe besichtigt werden, wenn man sich die lange Schlange von begeitsterten Spaniern, die immer davor anstehen, antuen will.

El Corte ingles, das groesste Kaufhaus Spaniens hat seine ganz eigene Weihnachtskrippe. Auf der Rueckwand des riesigen Gebaeudes ist das sogenannte „Cortylandia“ aufgebaut. Ein riesiges Gebilde, das aus einer Landschaft mit unzaehligen grossen, sprechenden Stofftieren besteht. Mittags gibt es dann alle 15 min eine „Vorstellung“. Die Tiere erzaehlen von ihrem Leben in Cortylandia und wuenschen am Ende allen eine wundervolles Weihnachtsfest und ein schoenes neues Jahr. Alle (besonders die Kinder) sind total verrueckt nach Cortylandia, dass es wohl schon seit den 70ern gibt. Vor dem Cortylandia gibt es immer ein grosses Gedraenge. Jede Vorstellung endet und beginnt mit dem Cortylandiasong. Die ganzen Kinder und auch viele Erwachsene koennen denText auswendig, singen lautstark mit und wirbeln herum, dass man aufpassen muss nicht umgerannt zu werden. Auch wenn es ja eigentlich nur Werbung ist, ist es doch verdammt suess und man muss so eine Cortylandiavorstellung einfach mal gesehen haben.

Wie wird Weihnachten in Spanien gefeiert??                                         Nun, der 24 wird traditionell mit der riesiegen Familie und einem grossen Festessen (meistens Truthahn) gefeiert. Die Geschenke gibt es jedoch erst in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, da sie hier von den Heiligen Drei Koenigen gebracht werden (Klingt fuer mich eigentlich auch logischer als vom Christkind). Am Abend davor werden die Schuhe im Wohnzimmer aufgestellt und am naechsten morgen liegen dann die ganzen Geschenke der Koenige um die Schuhe herum verteilt (ziemlich von unsrem Nikolaus geklaut, den es hier nicht gibt). Gegen nachmittag trifft man sich dann wieder in der Familie und man bekommt die Geschenke der anderen Verwanten und es gibt wieder ein grosses Festmahl. Manchmal verkleidet sich auch der ein oder andere Onkel als einer der drei Koenige. Dann gibt es noch einen besonderen Kuchen in den eine kleine Figur eingebacken ist (ganz aehnlich wie in Frankreich). Wer die Figur in seinem Stueck hat ist jedoch, nicht wie in Frankreich der Koenig des Tages, sondern muss das ganze Essen bezahlen.

Weihnachtskalender sind hier genauso unbekannt wie Nikolaus, ausser bei Lidle und im deutschen Supermarkt laest sich hier nicht einmal ein Schokokalender auftreiben. Adventskraenze sind hier auch noch relativ unbekannt, verbreiten soch wohl aber so langsam. Unsere ist, genau wie der Baum, aus Plastik. Weihnachtsgebaeck, das jeder zu hause selbst macht, ist den Spaniern auch unbekannt. Stattdessen kann man in alles Supermaerkten Turrón, Pulverrón und Mazapan, das typische Weihnachtsgebaeck kaufen. Turrón ist Nougat recht aehnlich, Pulverrón ist wie der Name schon sagt, von der Konsistenz her sehr pulvrig und die Spanier druecken es vorm Oeffnen erst fest zusammen. 

So, nun habt ihr nen kleinen Einblick ins spanische Weihnachten bekommen. Es ist erstaunlich wie unterschiedlich Weihnachten ueberall gefeiert wird, aber wie auch in Deutschland haben die Spanier ihre ganz eigenen Braeuche und Traditionen.

Ich wuensche Euch allen eine wunderschoene Adventszeit und ein schoenes Weihnachtsfest.

Falls ihr aufm Weihnachtsmarkt seid und nen Gleuhwein trinkt, denkt an mich und trinkt einen fuer mich mit!!!

Alles Liebe aus Madrid, eure Sarah