Mein Road Trip Madrid-Sevilla-Córdoba-Madrid

Das letzte Wochenende hab ich meinen bis jetzt groessten Ausflug gewagt. Ich bin mit 2 anderen Aupairmaedels mit dem Auto nach Sevilla gefahren. Dort haben wir dann uebernachtet und am naechsten Tag gings dann nach Córdoba und am Abend wieder zurueck nach Madrid. Zusammengefasst:¡Es war einfach genial!

Zu erst einmal zu Sevilla im Allgemeinen. Die viert groesste Stadt Spaniens ist an einem Fluss gelegen und unterscheidet sich total von der Hauptstadt. Schon nach einigen Stunden waren wir uns alle einig, wir haben unser Aupair am falschen Ort gemacht. Auch die Vorurteile, die wir von unsren Gastfamilien, Sprachschullehrer usw. gehoert hatten, wurden zum groessten Teil bestaetigt: Die Andalusier sind die Spanier, die am wenigsten arbeiten, die freundlichsten und in Sevilla gibt es die huebschesten „Chicos“. 

Aber ich werd es euch mein kleines Abenteuer noch etwas genauer erzaehlen. Los gings am Samstag morgen um 5 Uhr mit dem lieblichen Klingeln des Weckers. Um halb sieben haben wir uns alle getroffen und der Road Trip begann. Das Auto gehoert einer meiner Freundinen, die schon seit fast nem Jahr hier ist.  Alleine die Fahrt war super lustig und schoen. Endlich, nach ewigem Reisen in Bus, Metro und Zug konnte ich mal wieder die Vorzuege einer richtig lustigen Autofahrt geniessen. Nicht nur, dass wir allen moeglichen Mist gemacht haben, mit lautaufgedrehter Musik ueber die Autobahn geflitzt sind und uns super unterhalten haben, wir haben auch eine super schoene Landschaft aus dem Fenster an uns vorbeiziehen, sehen koennen. Die knapp 600 km bis nach Sevilla brachten wir ohne irgendwelche Zwischenfaelle hinter uns.

Dort erwartete uns dann das absolute „Urlaubsfeeling“. Wir hatten 25 Grad (am 10. Februar!!!), ueberall waren weiss getuenchte Hauser, wunderschoene Palmen und Orangenbaeume (mit unzaehligen, zum Anbeissen leckeren Orangen) zu sehen, so wie man sich Suedspanien bzw. Andalusien vorstellt…einfach ein Traum! Anstatt Taxis gab es ueberall traditionelle Pferdekutschen und ich habe mich sofort in diese Stadt mit den vielen kleinen Gaesschen verliebt. Im Vergleich zu Madrid ist sie wesentlich kleiner, sauberer, gepflegter und auch die Einwohner unterscheiden sich stark von denen Madrids. In Madrid gibt es unzaehlige Immigranten (vor allem aus Suedamerika und Afrika) und so faellt es einem manchmal schon ganz schoen schwer hier die spanische Kultur und Tradition zu finden. In Sevilla kam mir daher alles viel spanischer und traditioneller vor. Zur typisch spanischen Mentalitaet gehoerte dann auch, dass unser Hostal ueberbucht war und wir uns dann nachdem wir ueber eine Stunde verzweifelt nach dem Hostal gesucht hatten, ein neues suchen mussten. Das verleif aber sehr unproblematisch und schliesslich hatten wir ein wirklich schoenes Zimmer fuer uns drei gefunden. Die Zeit die wir zur Verfuegung hatten haben wir dann auch bestmoeglich genutzt um so viel wie moeglich von Sevilla zu sehen und zu sehen gibt es da wirklich eine ganze Menge…abends haben wir dann noch das Nachtleben der Studentenhochburg unsicher gemacht.

Am naechsten Morgen gings dann mehr oder weniger frueh weiter nach Córdoba. Nach ungefaehr 2 Stunden Autofahrt waren wir da. Das gute Wetter mussten wir leider in Sevilla lassen. In Córdoba erwarteten uns dagegen 10 Grad weniger und leichter Regen. Córdoba ist wesentlich kleiner als Sevilla, auch wenn es die groesste roemische Stadt in Spanien und die Hauptstadt des islamischen Reiches in Westeuropa war. Aus dieser Zeit stammt auch die zum Weltkulturerbe gehoerende Moschee-Kathedrale, wegen der Cordoba weltweit beruehmt ist. Ursprunglich stand auf dem Boden der Moschee eine Kirche. Als die Araber Spanien eroberten rissen sie die Kirche ab und bauten dort die gigantische Moschee (ueber 850 Saeulen, 19 Kirchenschiffe). Als dann aber Spanien von dem Christen zurueckerobert wurde, versuchten sie die Moschee in eine Kathedrale umzuwandeln. Daraus ergab sich dann eine krasse Mischung der beiden Religionen und Kulturkreisen, wobei ich sagen muss, dass mir die arabischen Elemente wesentlich besser gefallen und das christliche nur stoerend wirkt. Es gibt einen grossen Innenhof mit unzaehligen Orangenbauemen, von Aussen ist das Gebauede allerdings nicht besonders anzusehen. Nachdem wir uns auch noch die anderen interessanten Ecken Córdobas angesehen hatten machten wir uns dann am abend auf die 4 stuendige Heimfahrt nach Madrid und wir fielen alle totmuede ins Bett.

 Aber unser kleiner Road Trip hat sich voll und ganz gelohnt und wir haben noch eine weitere Seite Spaniens kennen gelernt. Wir haben unsere gesamte Tour gefilmt uns somit hab ich jetzt auch Filmmaterial fuer meine Enkel, wenn ich ihnen von meinem „wilden“ halben Jahr in Spanien berichten werde…   

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2 Responses to Mein Road Trip Madrid-Sevilla-Córdoba-Madrid

  1. Rebekka sagt:

    mann, das hört sich ja alles super schön und super beeindruckend an!! du machst einem direkt lust, jetzt gleich mal kurz fuer´n wochenende nach sevilla aufzubrechen!! du musst mir unbedingt den film zeigen, wenn wir uns dann bald in berghausen wiedersehen. im moment friere ich hier noch im verschneiten schweden, aber morgen geht´s dann heimwärts. wann kommst du denn wieder zurueck? ganz liebe gruesse, rebekka

  2. Janina sagt:

    Das hört sich toll an, ich beneide dich, wirklich!
    Deine Story hat mir sehr gefallen, interessant und spannend zu lesen!

    Beim Anblick des Fotos überkommt mich richtig der Neid. Ich hoffe, bei uns wirds auch ganz schnell wieder schön!
    Liebe Gruß

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