Feliz Navidad!!!

Dezember 23, 2006

Die naechsten 2 Wochen werde ich mit meiner Familie in einem Ferienhaus in den Bergen vor Madrid verbringen. Ich freu mich schon riesig sieendlich alle wieder zusehen.

Euch wuensche ich allen ein wunderschoenes Weihnachtsfest und alles nur erdenklich Gute fuer das Jahr 2007. Feiert schoen und geniesst die Zeit!!

Alles Liebe aus Madrid Sarah 

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Noche Vieja – Silvester

Dezember 21, 2006

Wie Weihnachten feiert man auch Silvester hier etwas anders als man es in Deutschland gewoehnt ist. Bis um 12 feiert man traditionell mit der Familie und erst danach geht es dann auf die ganzen Parties und die Nacht wird durch gefeiert.

Das ganz besondere Ereignis am spanischen Sylvester sind die 12 Schlaege der alten Uhr an der Puerta del Sol hier in Madrid. Deshalb versammeln sich tausende Menschen auf dem Platz davor und das ganze wird auch live im Fernsehn uebertragen. Alle Spanier sitzen dann vor den Bildschirmen und lauschen noch einmal den Instruktionen der Kommentatoren, bis es dann los geht. Zu jedem Schlag der Uhr muss eine Traube geschluckt werden. Jeder der 12 Schlaege symbolisiert einen Monat des kommenden Jahres. Jede geschluckte Traube bedeutet dann besonderes Glueck fuer den jeweiligen Monat. Die Schlaege der Uhr sind aber wohl so schnell, dass es nahe zu unmoeglich ist mitzukommen und die meisten spaetestens beim 8. Schlag mit dem Mund voller Traubn aufgeben. Ich werde euch dann berichten wie weit ich es geschafft hab. Mittlerweile gibt es sogar speziellle „Glueckstrauben“ zu kaufen, diese sind dann besonders klein und ohne Kerne. Zurueck geht diese Tradition aber auf einen grossen Traubenueberschuss im Jahr 1909 und eine gute Marketingstrategie der damaligen Traubenverkaeufer, die sich bis heute bewaehrt. Mittlerweile ist dieser Brauch ueberhaupt nicht mehr weg zudenken und ein grosses Ereignis fuer die ganze Familie.

Ich wuensche euch allen ein super schoenes Silvester (lasst die Sau raus) und ganz viel Glueck und alles nur erdenklich Gute fuers neue Jahr.

Eure Sarah


La lotería

Dezember 19, 2006

Eine ganz grosse Tradiotion hat in Spanien die beruehmte Weihnachtslotterie. Seit Wochen kann man so gut wie ueberall Lottoscheine kaufen und die Schlangen vor den Annahmestellen werden von Tag zu Tag laenger. Doch nur noch bis Freitag den 22.12  da werden naemlich dann die Gewinner ermittelt. Wie die Lotterie im Detail funktioniert hab ich immer noch nicht harausfinden koennen, aber ich werd mal versuchen euch das Ganze grob zu erklaeren.

Also, am Freitag werden den ganzen Tag Nummern von Lottoscheinen und ein dazugehoeriger Gewinn von 2 Jungs, die die Nummern singend bekannt geben, gezogen. Diese Ziehungen sind fuer sie Spanier so wichtig, dass wir uns die ganze Prozedur in der Sprachschule, statt Unterricht, im Fernsehen ansehen werden. Jede Nummer gibt es so um die tausend mal. Das bedeutet, dass bei jeder gezogenen Nummer 1000 Leute gewonnen haben (ausser einer hat mehrere Scheine einer Nummer gekauft). Es gibt viele Gewinne um die 1000 Euro und dann noch 5 groessere. Der absolute Hauptgewinn „el gordo“ (der Fette) sind  300 000 Euro. Der Gewinn wird jedoch nicht immer durch alle Gewinner geteilt, sondern immer nur durch 10. Das bedeutet, wenn seine Nummer fuer 1000 Euro gezogen wurde bekommt man, wenn man einen Schein fuer die Nummer hat, 100 Euro. Beim gordo sind das immerhin 30 000 Euro. Kaufen kann man die Lottoscheine nahezu ueberall. Viele Vereine und Kirchen verkaufen Lottoscheine. Dann oft fuer 5 Euro, wobei der eigentliche Schein dann nur 4 Euro kostet und einer an den jeweiligen Verein oder an die jeweilige Kirche geht. Oft sind es auch ganze Betriebe die sich eine Nummer kaufen und die dann unter allen Angestellten verkaufen. Daher dass es eine Nummer um die tausend mal gibt und die meisten einen Schein bei der fuer sie am naechsten gelegenen Stelle kaufen, konzentrieren sich die Gewinne meist immer auf ein bestimmtes Dorf oder eine bestimmte Region, in der es dann beim gordo um die tausend Gewinner gibt, die alle 30 000 Euro gewonnen haben. Die Gewinne sind zwar nicht so hoch, aber die Chancen zu gewinnen sind dafuer relativ hoch. 

Grundsaetzlich sind die Spanier ziemlich Gluecksspiel verrueckt und es gibtLeute, die immer an den Metrohaltestellen stehen und sich ihren Lebensunterhalt nur duch das Verkaufen von irgendwelchen Lotteriescheinen verdienen. Die Weihnachtslotterie ist aber mit Abstand die groesste und bekannteste.

Mit meinem bescheidenen Aupairgehalt kann ich es mir zwar nicht leisten an der Weihnachtslotterie teil zunehmen, ihr muesst am Freitag aber trotzdem die Daumen druecken, dass der gordo auf Madrid faellt, dann gehts hier bestimmt richtig ab und die Madrilenen sind dann nicht mehr zu bremsen.

Euch allen viel Glueck, fuer was auch immer ihr es braucht!!!

Eure Sarah


Navidad – Weihnachten in Madrid

Dezember 17, 2006

Wie Alex und Coco schon berichtet haben, muss ich ebenfalls sagen, dass die Weihnachtsdeko auch hier in Spanien an die Schmerzgrenzen stoesst. In der Innenstadt leuchtet wirklich alles worann irgendwie eine Lichterkette oder aehnliches angebracht werden kann. Ueber den Strassen laeuchten alle paar Meter rote Blumen, goldene Kerzen oder irgendwelche undefinierbaren Objekte. Das grosse Einkaufszentrum bei mir um die Ecke strahlt in verschiedenen Blautoenen. Der ganz grosse Knueller sind hier ca. 8-10m hohe kegelfoermige Metallgestelle, die mit bunten Lichterketten umwickelt sind. Manchesmal formen die Lichterketten dann noch irgendwelche Figuren oder Schriftzuege.

Auf der Plaza Mayor gibt es auch einen Weihnachtsmarkt. Als ich das erste mal davon  gehoert hab, bin ich voller Vorfreude auf Gluehwein und Co. los gezogen. Doch meine Erwartungen wurden bitter enttaeuscht. Dem Weihnachtsmark hier fehlt alles, was einen richtigen Weihnachtsmarkt ausmacht. Es gibt keine Gluehweinstaende, keine Fressbuden, keinen Schmuck, keine Kerzen, keine Tuecher…zu kaufen. Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, was es dort dann ueberhaupt gibt. Also eigentlich gibt es nur drei Arten von Staenden: Weihnachtsdeko, Krippenzubehoer oder Scherzartikel.

Scherzartikel???Was haben die bitte auf einem Weihnachtsmarkt verloren…das hat bei mir auch etwas gedauert, bis ich verstanden habe, warum nahe des Weihnachtsmarkt die Menschen mit Scherzbrillen, Peruecken, in allen nur vorstellbar kresslichen Farben, Horrormasken, kuenstlichen Wimpern und einfach super peinlich rumlaufen. Das Ganze liegt am 28.Dezember, dem „dia de los Inocentes“, dem spanischen 1. April, an dem man fleissig Scherze macht und allen moeglichen Schabernak treibt.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielen beim spanischen Weinhachten die Krippen. So gut wie jede Familie und jede Kirche hat eine. Nur ist das nicht so ein suesser kleiner Stall mit Ochs und Esel, sonder hier gehoert einiges mehr dazu. Da werden ganze Landschaften, mit Seen, elektrischgesteuerten Windraedern, Wasserfaellen usw. aufgebaut. Im Rathaus kann die groesste (ueber 11m lang) Krippe besichtigt werden, wenn man sich die lange Schlange von begeitsterten Spaniern, die immer davor anstehen, antuen will.

El Corte ingles, das groesste Kaufhaus Spaniens hat seine ganz eigene Weihnachtskrippe. Auf der Rueckwand des riesigen Gebaeudes ist das sogenannte „Cortylandia“ aufgebaut. Ein riesiges Gebilde, das aus einer Landschaft mit unzaehligen grossen, sprechenden Stofftieren besteht. Mittags gibt es dann alle 15 min eine „Vorstellung“. Die Tiere erzaehlen von ihrem Leben in Cortylandia und wuenschen am Ende allen eine wundervolles Weihnachtsfest und ein schoenes neues Jahr. Alle (besonders die Kinder) sind total verrueckt nach Cortylandia, dass es wohl schon seit den 70ern gibt. Vor dem Cortylandia gibt es immer ein grosses Gedraenge. Jede Vorstellung endet und beginnt mit dem Cortylandiasong. Die ganzen Kinder und auch viele Erwachsene koennen denText auswendig, singen lautstark mit und wirbeln herum, dass man aufpassen muss nicht umgerannt zu werden. Auch wenn es ja eigentlich nur Werbung ist, ist es doch verdammt suess und man muss so eine Cortylandiavorstellung einfach mal gesehen haben.

Wie wird Weihnachten in Spanien gefeiert??                                         Nun, der 24 wird traditionell mit der riesiegen Familie und einem grossen Festessen (meistens Truthahn) gefeiert. Die Geschenke gibt es jedoch erst in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, da sie hier von den Heiligen Drei Koenigen gebracht werden (Klingt fuer mich eigentlich auch logischer als vom Christkind). Am Abend davor werden die Schuhe im Wohnzimmer aufgestellt und am naechsten morgen liegen dann die ganzen Geschenke der Koenige um die Schuhe herum verteilt (ziemlich von unsrem Nikolaus geklaut, den es hier nicht gibt). Gegen nachmittag trifft man sich dann wieder in der Familie und man bekommt die Geschenke der anderen Verwanten und es gibt wieder ein grosses Festmahl. Manchmal verkleidet sich auch der ein oder andere Onkel als einer der drei Koenige. Dann gibt es noch einen besonderen Kuchen in den eine kleine Figur eingebacken ist (ganz aehnlich wie in Frankreich). Wer die Figur in seinem Stueck hat ist jedoch, nicht wie in Frankreich der Koenig des Tages, sondern muss das ganze Essen bezahlen.

Weihnachtskalender sind hier genauso unbekannt wie Nikolaus, ausser bei Lidle und im deutschen Supermarkt laest sich hier nicht einmal ein Schokokalender auftreiben. Adventskraenze sind hier auch noch relativ unbekannt, verbreiten soch wohl aber so langsam. Unsere ist, genau wie der Baum, aus Plastik. Weihnachtsgebaeck, das jeder zu hause selbst macht, ist den Spaniern auch unbekannt. Stattdessen kann man in alles Supermaerkten Turrón, Pulverrón und Mazapan, das typische Weihnachtsgebaeck kaufen. Turrón ist Nougat recht aehnlich, Pulverrón ist wie der Name schon sagt, von der Konsistenz her sehr pulvrig und die Spanier druecken es vorm Oeffnen erst fest zusammen. 

So, nun habt ihr nen kleinen Einblick ins spanische Weihnachten bekommen. Es ist erstaunlich wie unterschiedlich Weihnachten ueberall gefeiert wird, aber wie auch in Deutschland haben die Spanier ihre ganz eigenen Braeuche und Traditionen.

Ich wuensche Euch allen eine wunderschoene Adventszeit und ein schoenes Weihnachtsfest.

Falls ihr aufm Weihnachtsmarkt seid und nen Gleuhwein trinkt, denkt an mich und trinkt einen fuer mich mit!!!

Alles Liebe aus Madrid, eure Sarah 


La Fiesta – Madrid – die Stadt die niemals schlaeft

Dezember 5, 2006

In allen Reisefuehrern wird Madrid als die „Partystadt“ ueberhaupt beschrieben und ich kann das nur bestaetigen.

Schon Mittwochsnachts befinden sich auf den Strassen im Zentrum fast genauso viele Menschen wie Vormittags. Eigentlich kann man in Madrid immer Party machen aber so richtig los gehts Mittwoch, Donnerstag, Freitag und natuerlich Samstgs nachts. Dennoch ist vor 12 kaum etwas los, dafuer kehrt dann aber auch kaum vor 8 Uhr morgens Ruhe ein. Eintritt is fuer Frauen eigentlich ueberall kostenlos und auch sonst braucht man nicht unbedingt Geld um eine richtige Partynacht zu verbringen. Ueberall um die Plaza Mayor werben Leute fuer ihre Clubs. Sie verteilen Kaertchen fuer Freigetraenke, kostenlosen Eintritt oder fuehren einen gleich in die Disco, wo dann jeder erstmal eine Chupita (ein kleines Freigetraenk) bekommt.

In den groesseren und teureren Discos gibt es Listen. Wer auf einer solchen Liste steht bekommt dann freien Eintritt, die anderen muessen sonst schon so um die 15 Euro Eintritt bezahlen. Irgendjemand kennt immer jemand, der einen auf die Liste setzt und so ist es eigentlich auch kein Problem dort kostenlos rein zu kommen. Drinnen sind die Preise dann aber meist unbezahlbar (so um die 10 Euro fuer ein Getraenk).  

An Musik gibt es alles, was das Herz begehrt. Es gibt Clubs in denen wirklich ausschliesslich Hip Hop, RnB gespielt wird, in anderen laeuft ziemlich viel Spanisches und Regaton und dann gibts natuerlich auch solche die eher in Reaggy, Latin usw. gehen. Ausserdem kann man noch in Salsabars gehen, dort wird dann (mit Lehrer, der einem ein paar Schritte beibringt) Salsa getanzt. Flamenco-Bars sind natuerlich auch sehr beliebt, aber ziemlich teuer.

Nach Hause kommt man auch mitten in der Nacht relativ problemlos. Bis 2 fahren die Metros ganz normal. Dann kann man entweder bis um 6 am naechsten Morgen warten und dann mit der ersten Metro Heim fahren oder man faehrt einfach mit den Nachtbussen. Da gibt es einmal Busse, die die ganz normalen Metrolinien fahren und dann auch noch extra Busse, die verschiedene Ziele anfahren. Vom Zentrum brauch ich mit meinem Nachtbus schon so mindestens ne Stunde. Das fuehrt dazu, dass ich am Wochenende dann selten vor 5 im Bett liege.

Als Partystadt haelt Madrid wirklich was es verspricht und ich kann diese Stadt allen Partyhungrigen nur empefehlen.

Lasst es euch gut gehen

Alles Liebe aus der Partyzentrale Sarah


Toledo

Dezember 3, 2006

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Wer in Madrid ist, darf sich das Weltkulturerbe Toledo nicht entgehen lassen. Nach ca. 1 Stunde Fahrt mit dem Bus kommt man in der wunderschoenen kleinen aber sehrtraditonsreichen Stadt an. Die ehemalige Hauptstadt Spaniens hat eine interssante und aufregende Geschichte hinter sich. In Toledo lebten sowohl Juden, als auch Christen und Moslems. Daher kann man dort auch heute nocht Moscheen, Kirchen und Synagogen besichtigen. Besonders die Synagoge und die alte Kathedrale sind sehr eindrucksvoll und beruehmt.

Aber auch abgesehen von den traditionellen Sehenswuerdigkeiten ist Toledo ein suesses kleines Staedtchen mit vielen verwinkelten Geasschen und Geschaefften, die zum bummeln einladen. Also ein wirklich willkommene Abwechslung zum Grossstadtflair von Madrid. Ausserdem liegt Toledo wunderschoen auf einem Berg (mit Stadtmauer). Von der Stadt hat man einen tollen Ausblick auf die Landschaft, die sie umgibt. Ein Fluss, Wald und vor allem ganz viel Gruen, was hier im trockenen Spanien doch eine Seltenheit ist.

Mir hat der Tagesausflug super gefallen und Toledo ist zu recht Weltkulturerbe und auch heute noch ei nbedeutendes kleines Staedtchen. 


Im Zoo

Dezember 1, 2006

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Fuer den unglaublichen Betrag von 15 Euro habe ich mir den Madrider Zoo angesehen. Es war wirklich wunderschoen. Er liegt etwas ausserhalb im sogenannten “Casa de Campo”. Das ist eine Randregion Madrids, in der es einen riesigen Park und viel Natur gibt, was man im restlichen Madrid eher selten anzutreffen findet. Deshalb ist diese Region auch beliebtes Ausflugsziel fuer, die vom Stadtleben gestressten, Madrilenen. An Tieren gab es alles zu sehen, was man sich nur vorstellen kann. Von Delphinen ueber Kaengorus bis zu weissen Tigern und von Kuecken denen man beim Schluepfen zusehen konnte bis zu Nashoernern war wirklich alles dabei. Die Unterbringung der Tiere war eigentlich auch artgerecht. Der ganze Zoo war nach Kontinenten sortiert und ueberall mit relativ passender Musik unterlegt.

Der Zoo ist gigantisch gross und deshalb war es eigentlich auch unmoeglich die Orientierung zu behalten. Trotzdem habe ich den Ausgang wieder gefunden und wuerde behaupten doch so ziemlich alles gesehen zu haben.

Das Wetter war optimal und ich hab den Tag im Zoo wirklich genossen.

Ausserdem wurden wir sogar noch Zeuge, wie irgend so ein Verrueckter ins Delphinbecken reingesprungen ist…die Spanier spinnen wirklich, bei denen wundert
michso langsam gar nichts mehr.

Viele liebe und tierische Gruesse aus Madrid

Sarah