Madrid – ein Shoppingsparadies

November 25, 2006

Nach meinem leider viel zu kurzen Dubaiaufenthalt dachte ich, dass mich was Shoppen angeht eigetnlich so schnell nichts mehr shocken kann, aber mittlerweile weiss ich,  fuer mich befindet sich das wahre Shoppingsparadies im Herzen Spaniens, hier in Madrid.

Die Anzahl von Zaras, Mangos H&Ms, Sferas….usw. laesst sich wirklich nur schaetzen…es sind aber ewig viele. Egal wo man hingeht, was schoenes sieht man ueberallt und das Geld ist schneller weg, als man gucken kann. Zudem sind die Madrilenen, bzw. vor allem die Madrileninen sehr modebewusst gekleidet und so bekommt man dann auch noch tag taeglich Anregungen, was man sich doch auch noch zulegen koennte.

Ein grosser Vorteil fuer die Shopperholics hier in Madrid sind die sogenannten „Lefties“. In diesen Geschaeften werden die Waren von Mango, H&M, Sfera, Balnco und Co. zu relativ billigen Preisen verkauft. Diese Teile haben dann manchmal ganz kleine Fehler oder sind in den Geschaefften einfach nicht schnell genug verkauft worden. Dannn wird das Etikett ausgetauscht und schon kann man die Sachen bei Lefties fuer die Haelfte kaufen….ich weiss schon jetzt, dass ich Lefties in Deutschland garantiert vermissen werde.

Aber auch was Schuhe angeht kann man sich vor Angeboten, sogar relativ billig, kaum retten. Im Zentrum reiht sich ein Laden an den naechsten und es ist eigentlich unmoeglich an allen vorbei zu laufen, ohne nicht mindestens an 3 oder 4 stehen zu bleiben.

Mein Glueck, Unglueck fuer meinen Geldbeutel ist, dass ich jeden Tag zwischen Sprachschule und Lucas Abholen noch genau eine Stunde im Zentrum habe, die irgendwie gefuellt werden will. Und was macht man da dann wohl, wenn das Wetter grad eh nicht so doll ist und man sich die Sehenswuerdigkeiten dort in der Naehe alle schon angesehen hat?!

Ihr koennt es euch ja denken, man zieht durch die Laeden, eine von uns braucht immer irgendwas, bzw. hat wo was gesehen und die andren finden dann auch, schneller als ihnen lieb, ist was.

Zum Glueck kann ich ja nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe und deshalt haelt sich mein Kaufrausch noch in Grenzen, aber das Angebot von genialen Dingen, die man einfach haben will ist gigantisch und dazu kommt dann noch jeden Sonntag der Rastro. Auf dieser Art „Flohmarkt“ gibt es auch nochmal unendlich viele Staendchen mit allem moeglichen Zeug, das man zwar nicht braucht, aber unbedingt haben will.

Also, euch allen ganz viel Spass beim Einkaufen, wo auch immer ihr gerade seid und euer Geld lasst.

Alles Liebe, beso

Sarah


Mein Sprachkurs

November 19, 2006

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Mein erster Kurs ist schon rum und es wird jetzt wirklich Zeit, dass ich euch mal etwas genauer von meiner Sprachschule und meinem Kurs berichte. Also, die Sprachschule ist ziemlich gross und in einem aelteren Haus direkt im Zentrum untergebracht. Ausser Spanisch wird auch noch Deutsch, Englisch, Franzoesisch, Portugiesisch und Italienisch gelehrt. Es gibt jeweils 8 verschiedene Levels in die man durch einen schriftlichen und meundlichen Test eigeteilt wird.

Ich bin im 6 und hab 2 Stunden taeglich. Meine Lehrerin heisst Christina, ist so um die 28 und ne echt Liebe, die gerne mal vom Thema abschweift und so alles moegliche erzaehlt. In meinem Kurs sind noch 4 weitere deutsche Aupairs, eine Polin, ein Brasilianer, 2 Iren, eine Englaenderin, eine Italienerin, eine Franzoesin, eine Portugiesin und eine Palestinaenserin (voll krass, sie schreibt ihr Notizen imemr uaf Arabisch, sie muss also auch noch ne 2. Schrift lernen). Alle sind aber nur sehr selten da und so sind wir meist eine recht ueberschaubare kleine Gruppe. Wir haben 2 Buecher anhand denen wir Grammatik und Wortschatz gelehrt bekommen. Der Unterricht ist leider sehr theoretisch, aber ich bemuehe mich ausserhalb der Schule so viel wie moeglich zu sprechen. Wir haben auch schon einen spanischen Film angeschaut und vor allem mein Verstaendnis hat sich durch den Unterricht schon sehr verbessert.  

Nach jedem Level gibt es dann ein Examen in dem man beweissen muss, was man im letzten Monat gelernt hat, ausserdem muss man einen freien Text schreiben. Klingt vielleicht etwas hart, aber so lernt man dann auch wirklich was. Hausaufgaben gibts auch jeden Tag und so bringt einem der Kurs einiges, wenn man sein Spanisch verbessern moechte. 

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meine Sprachschule (von aussen nur schwer zu erkennen) 

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mein Kurs


Stadion Santiago Bernabeu

November 13, 2006

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Ich kann es kaum glauben, aber dieses fussballverrueckte Land sorgt noch dafuer, dass sogar ich ein richtiger Fan werde. Aber das laesst sich hier auch kaum verhindern, ueberall haengen Werbeplakate auf denen die ganzen Stars abegebildet sind und Real Fanartikel gibt es eigentlich wirklich in jedem Geschaefft zu kaufen. Wenn man sich dann auch noch um so nen kleinen suessen Kerl kuemmert, der 2x die Woche selbst spielt, wann immer er darf auf der Playstation Fifa 07 spielt und absolut verrueckt nach allem ist, was mit Fussball zu tun hat, dann kann man gar nicht mehr anders als irgendwann selbst mitzufiebern.

Wie konnte es auch anders sein, hab ich den letzten Feiertag (Tag des Schutzpatrons von Madrid) dann mit meinem Lucas im Stadion von Real Madrid verbracht. Wir haben eine Stadiontour gemacht und so konnten wir dann fuer 9 Euro das gesamte Stadion besichtigen. Mit VIP Bereich und allem drum und drann. Ausserdem gabs noch ein Museum in dem alle Pokale, die Real gewonnen hat, ausgestellt wurden, wirklich unglaublich viele. Desweiteren konnte man dort die Schuhe der momentanen Spieler mit Autogramm bestaunen und noch vieles mehr, was irgendwie mit dem Verein zu tun hat.

Lucas war total begeistert und auch ich muss sagen, es war schon beeindruckend das alles mal zu sehen und meine, bis vor 3 Monaten nicht vorhandene, Fussballbegeisterung wurde weiter gesteigert. 

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Aupair in Madrid

November 5, 2006

Damit ihr euch mal ein bissle besser vorstellen koennt, was es bedeutet als Aupair hier in Madrid zu sein, werd ich euch hier etwas genauer beschreiben, wie man als Aupair hier so gesehen wird.

Ich persoenlich hatte mir das Aupairdarsein eigentlich etwas anders vorgestellt. Ich dachte, man wird wie ein Familienmitglied voll in die Familie integriert und nimmt am normalen Familienleben einer Familie im Ausland fuer eine gewisse Zeit voll teil. Mittlerweile weiss ich aber, dass es hier in Madrid nicht so ist. Die meisten Familien hatten schon mehrere Aupairs. In meiner Familie bin ich das vierte. Man ist also nur eines von vielen. Wie ich schon erwaeht habe bedeutet Aupair hier nicht Famiienmitglied sondern eher Angestellte, die im selben Haus wohnt. Man isst und lebt unter der Woche zwar in der Familie aber nicht wirklich mit der Familie. Man hat seine Arbeitszeiten und seine Freizeit. in der Freizeit hat man eigentlich nichts mit der Familie zu tun. Besonders am Wochenende sieht man kaum jemanden aus der Familie. Sie haben ihr Feste und Verabredungen und ich treff mich mit meinen Leuten und schau mir Madrid an. Nie wuerden sie auf die Idee kommen mich zu fragen, ob ich nicht mal Lust haette sie auf einen Ausflug zu begleiten. Auch bei der Kommunion wurde mehr oder weniger deutlich, dass sie mich nicht so wirklich dabei haben wollen. Es geht sogar soweit, dass ich  am Wochenende nichtmal gefragt werde, ob ich mit essen moechte, auch nicht, wenn ich zu Hause bin. Selbst als Geburtstag gefeiert wurde, war ich oben in meinem Zimmer und wurde nicht „eingeladen“ (obwohl ich sogar was geschenkt hatte). 

An dieses doch relativ frosstige Verhaeltnis zwischen Aupair und Familie musste ich mich erst gewoehnen und vielleicht hab ich auch deshalb ein weing Zeit gebraucht, bis ich mich hier wirklich wohl gefuehlt habe. Aber natuerlich hat es auch seine Vorteile. Ich bin sehr unabhaengig, kann in meiner Freizeit tun und lassen was ich will. Ich muss niemandem Rechenschaft ablegen, kann die Nacht weg bleiben oder den ganzen Tag im Bett verbringen und natuerlich auch viel mit den ganzen andren Aupairs unternehmen. Trotzdem finde ich es nach wie vor schade, dass ich so wenig integriert bin. Eigentlich wollte ich das spanische Familienleben mir allen Tradtionen, Feiern und Unternehmungen mit erleben. Doch irgendwie bin ich da eher aussen vor.

Aber bei den aderen Aupairs hier ist es aehnlich (bei einigen sogar noch wesentlich krasser). Ein Aupair wird hier auch als Statussymbol angesehen und teilweise nicht wirklich benoetigt. Im Haushalt muessen die Aupairs hier sowieso so gut wie gar nchts machen. Die Hauptaufgabe besteht darin mit den Kindern, die meist die deutsche oder schweizer Schule besuchen, deutsch zu sprechen und sich nachmittags mit ihnen zu beschaefftigen.

Meine Familie ist trotzallem wirklich ganz lieb zu mir. Es erkundigen sich immer alle wie es mir so geht und was ich so mache aber das Arbeitsverhaeltnis wird eben doch immer wieder sehr deutlich. Da ich hier aber so viele unglaublich nette Menschen und echte Freunde gefunden habe, macht mir das eigentlich nichts mehr aus und ich geniesse meine Freiheit und Unabhaengigkeit.